Amphibienschutz

Jedes Frühjahr im Zeitraum zwischen Februar und März ist es wieder soweit: Die Kröten und andere Amphibien verlassen nach der Winterstarre den Wald, um sich an ihr angestammtes Laichgewässer zu begeben und dort abzulaichen. Oft führt ihre Wanderung jedoch über vielbefahrene Landstraßen, eine für Kröten und viele andere Wildtiere tödliche Falle.
Um die Population der Kröten zu sichern und somit einen wichtigen Beitrag zum Amphibienschutz zu leisten, treten dann die Helfer der BUND-Ortsgruppe in Aktion. Spezielle am Rande des Waldes entlang der Straße errichtete Plastikzäune hindern die Tiere zunächst daran, ihren Weg zu den Gewässern fortzusetzen. Hinter den Zäunen befinden sich ins Erdreich eingegrabene Eimer, in welche die Tiere beim Abtasten des Zaunes auf der Suche nach Weiterkommen fallen. Jeweils in den frühen Morgen- und den späten Abendstunden werden die Amphibien dann von den Helfern aus den Eimern herausgesammelt und über die Straße getragen, von wo aus sie ihre Wanderung fortsetzen können.




Zwei dieser Amphibienschutzzäune werden von uns betreut:
Den beachtliche 1500 Meter lange am Rande des Ottilienbergs auf der Straße Richtung Kleingartach ( seit 1997) und der mit 500 Metern etwas kürzere Abschnitt am Birkenwäldchen in Richtung Elsenz (seit 1990).
Die beiden Zäune hielten pro Jahr sage und schreibe zwischen 2600 und 2850 Amphibien vom Überqueren der todbringenden Straße ab. Hauptsächlich waren das Erdkröten, aber auch einige Bergmolche, sowie vereinzelt Feuersalamander und seltenere Krötenarten, wie z.B. die Wechselkröte.
 
 
Im Jahr 2000 wurde auf dem Streckenabschnitt "Birkenwäldchen" dieser betreuungsintensive Zaun durch eine neuartige Technik ersetzt: Unter der Straße durchführende Betonröhren in Kombination mit einem fest installierter Hartplastik-Zaun garantieren seither Amphibien und anderen kleinen Tieren ganzjährig eine sichere Überquerung der Straße zumindest in eine Richtung.
Ab 2002 betreuen wir einen dritten Zaun am Ortausgang von Mühlbach Richtung Ochsenburg.
   
  Unsere Sammelergebnisse im Einzelnen:
1995
Birkenwald:
548 Erdkröten
1996
Birkenwald:
keine Zählung
1997
Birkenwald:
778 Erdkröten
Ottilienberg:
550 Erdkröten
1998
Birkenwald:
1168 Erdkröten
Ottilienberg:
1425 Erdkröten
1999
Birkenwald:
1472 Erdkröten
40 Bergmolche
Ottilienberg:
1372 Erdkröten
2000
Birkenwald:
920 Erdkröten
10 Bergmolche
Ottilienberg:
1627 Erdkröten
8 Bergmolche,
3 Feuersalamander,
1 Wechselkröte,
1 Springfrosch
2001
Birkenwald:
578
erstmals feste Leiteinrichtung
Ottilienberg:
1113 Erdkröten
2002
Ottilienberg:
970
 
Weitere Ergebnisse Siehe: Chronik