Biotoppflege
 
Seit 2007 betreuen wir die große Streuobstwiese auf dem Eppinger Ottilienberg. Direkt neben der historisch bedeutsamen Ottilienbergkapelle liegt dieses reizvolle Kulturbiotop auf einer Hochfläche mitten im Eppinger Wald.
In kurzer Zeit wurde die Wiese der Mittelpunkt vieler Aktivitäten unsere Kinder- und Jugendgruppen, die von Andrea Maier vorbildlich betreut werden.
 
Wichtige historische Hintergrundinformationen zum Eppinger Ottilienberg hat Hansjürgen Hoffmann hier zusammengetragen.
Zum Kugelpanorama der Ottilienbergkapelle!
Als die Umgehungsstraße der B 293 gebaut wurde, hat die Stadt Eppingen ein etwa 5 Hektar großes Gebiet als Ausgleichsgebiet ausgewiesen. Im Jahr 2001 wurde zwischen der Stadt und unserem Ortsverband eine Vereinbarung über die naturnahe Pflege diese Gebietes getroffen. Im Rahmen dieser Übereinkunft bekommen wir die Möglichkeit diese große Fläche in ihrer Funktion als wechselfeuchte Wiesenfläche natur- und kulturgerecht zu erhalten.
 
Siehe Topographische Karte
 

 

Jungholz wird mit der Motorsense entfernt, um die Wiesenfläche zu erhalten. An einigen Stellen bleibt das Gehölz stehen damit die Feldtiere noch genügend Rückzugsmöglichkeiten haben.
Das geschnittene Holz wird auf große Haufen gesammelt und der natürlichen Zersetzung überlassen.

   
Ausgewachsene Kopfweiden werden, so gut es geht, wieder auf ihre Kopfform zurückgeschnitten. Eine nicht ganz ungefährliche Tätigkeit!
   
Eine Nisthilfen für Steinkäuze wird auf einer frisch geschnittenen Kopfweide befestigt. Kopfweiden- und Streuobstbestände sind der typische Lebensraum des Steinkauzes. Die kleine, flachköpfige Eule war einmal in dem Gebiet heimisch. Jetzt soll sich der Steinkauz wieder ansiedeln.
Insgesamt 4 dieser 70cm langen Nisthilfen sind auf dem Gebiet verteilt. Hauptschüler der Eppinger Grund- und Haupt- mit Werkrealschule haben die Röhren fachgerecht angefertigt.
   

Der Vogelschützer Michael Preusch hat auf dem Gebiet der Ausgleichsfläche ca 14 Kiebitze gezählt. Eine beachtenswerte Anzahl für diese inzwischen selten gewordene Art.
Schilder informieren die Spaziergänger und Hundehalter über den schwarzweiß gefiederten Vogel. Als Bodenbrüter ist der Kiebitz durch freilaufende Hunde besonders gefährdet.

   

Ein großer "Totholzhaufen" wird in eine ansprechende Form gebracht.
   
Schafe unterstützen uns als natürliche "Rasenmäher". Gerda Sicko schaut regelmäßig nach ihren Haustieren. Ein paar Leckerbissen krönen jeden Besuch!