Gauturntag des Elsenz-Turngaus in Sulzfeld - Stehende Ovationen für den scheidenden Vorsitzenden Siegbert Herbster
Sarina Pfründer : Eine Ära geht zu Ende
Sulzfeld. Der Gauturntag des Elsenz-Turngaus 2007 wird als ein besonderer in die Analen der Turngau-Historie eingehen: Nach 23 Jahren gab Siegbert Herbster den Turngau-Vorsitz in jüngere Hände. Neben zahlreichen Ehrungen und Neuwahlen standen Rückblicke, Einblicke und Ausblicke im Mittelpunkt.
Mit flotten Rhythmen sorgte der Spielmanns- und Fanfarenzug aus Waibstadt für die feierliche Eröffnung, bevor die Gastredner Eberhard Roth, Bürgermeister von Sulzfeld, Leichtathletik-Kreisvorsitzender Roland Dworschak, Vizepräsident des BTB Rolf Müller und Sportkreisvorsitzender Josef Pitz ihre Grußworte an die zahlreichen Zuhörer richteten. "Die Turngaue sind unverzichtbare Mittler zwischen dem Verband und den Vereinen", so Rolf Müller. Die sozialpolitische Aufgabe der Vereine in der Gesellschaft gerade für die Jugendlichen stellte Eberhard Roth heraus.
Aus dem abgelaufenen Sportjahr 2006 berichtete Siegbert Herbster von vielen Höhepunkten auf turnerischer und gesellschaftlicher Ebene. Vom Elsenz-Turngau nahmen 317 Turner und Turnerinnen am dritten Baden-württembergischen Landesturnfest in Heidelberger erfolgreich teil. Im leistungssportlichen Bereich knüpften die leichtathletischen Mehrkämpfer, die Faustballer und die Orientierungsläufer an die herausragenden Leistungen der Vorjahre an. Quantitativer Schwerpunkt waren aber die vielen Aktivitäten im Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport.
Die Entwicklung der Vereine werde vor allem durch den weiteren Rückgang der Geburten und einer Zunahme der Älteren geprägt sein. "Auch die Anzahl an übergewichtigen, motorisch gestörten oder koordinationsschwächeren Kindern wird zunehmen", prognostizierte Herbster. Mit der Einrichtung von Ganztagsschulen kommt für die Vereine eine weitere Herausforderung hinzu. Es gilt für die Vereine Übungsleiter zu Betreuung der Schüler am Nachmittag zu stellen. In sozialen Brennpunkten seien Ganztagsschulen zur längeren Betreuung, Zuwendung und Förderung der Kinder unverzichtbar.
Im zweiten Teil des Gauturntages standen die Verabschiedung des Vorsitzenden und die Neuwahl des Nachfolgers im Vordergrund. Siegbert Herbster begleitete das Amt des Turngau-Vorsitzenden von 1984 bis heute ununterbrochen. "In seiner Ära hat sich vieles bewegt", würdigte des stellvertretende Vorsitzende Hans Dürre das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement. Seit dem Amtsantritt wuchs die Anzahl der Gauvereine von 36 auf 48 Vereine. Die Statistik der Mitgliederentwicklung belegt eine Steigerung von über 70 Prozent. Der Elsenz-Turngau legte in den letzten 23 Jahren um 7659 Mitglieder auf 17573 Mitglieder zu. Als Vertreter der Fachverbände war Herbster bis 1999 im Vorstand des Sportkreises und gehörte dem Hauptausschuss des Badischen-Turner-Bundes an. Zahlreiche Ehrungen bis hin zur Jahn-Plakette des DTB zeugen von seinem unermüdlichen Einsatz um das Deutsche Turnen. Als besondere Auszeichnung für herausragende Verdienste überreichte Josef Pitz die Ehrennadel des Badischen Sportbundes in Gold an Siegbert Herbster. Der Elsenz-Turngau ernannte Herbster zum Gau-Ehrenvorsitzenden. Standing Ovations zollte dem scheidenden Vorsitzenden Respekt und Anerkennung. Zum neuen Turngau-Vorsitzenden wurde Markus Pfründer vom TV Eppingen einstimmig gewählt. Er gehört bereits seit 2001 der Vorstandschaft an und begleitete das Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. "Es gilt, alt Bewährtes mit neuen Ideen und klaren Zielen zu kombinieren", erklärte der neu gewählte Vorsitzende des Elsenz-Turngaus.
 
 
 
 
 
 
 
Markus Pfründer: Sportlehrung des Elsenz-Turngau beim Gauturntag in Sulzfeld
Ehrung erfolgreicher Sportler
Sulzfeld. Der Elsenz-Turngau mit seinen über 17500 Mitgliedern blickt beim Gauturntag auf ein durchweg erfolgreiches Sportjahr zurück. Vor allem im Faustball, Orientierungslauf und leichtathletischen Mehrkampf konnten auf Landes- und Bundesebene herausragende Leistungen erzielt werden. Im Orientierungslauf stellte insbesondere Ingo Horst vom TV Neckarbischofsheim sein sehr hohes Leistungsniveau bei deutschen Meisterschaften und Weltmeisterschaften unter Beweis. Er belegte als A-Kader-Mitglied des Deutschen Turnerbundes bei den Weltmeisterschaften im Orientierungslauf-Sprint den 28. Rang und mit der DTB-Staffel den 15. Platz. Bei den deutschen Meisterschaften im Mountainbike-Orientierungslauf wurde er auf der Lang- und Sprintstrecke jeweils deutscher Meister.
Bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften belegte Nadja Teufel vom TV Sinsheim sowohl im leichtathletischen 5-Kampf und beim Schleuderballwurf den ersten Rang.
Marco Schäfer vom TV Waibstadt wurde mit der deutschen Faustball-Nationalmannschaft U18 in Chile Weltmeister. In Österreich sicherte sich Schäfer ebenfalls mit der Nationalmannschaft den Europameistertitel. Auch Sebastian Probst vom TV Waibstadt kehrte mit der Faustball-Nationalmannschaft U21 als Europameister nach Deutschlande zurück.
Für Faustballmannschaft U16 vom TV Waibstadt war das Jahr 2006 ebenso von zahlreichen sportlichen Erfolgen geprägt. Sie wurde Deutscher Faustball-Vizemeister in der Halle und auf dem Feld sowie Westdeutscher Meister in der Halle und auf dem Feld. Zur erfolgreichen Mannschaft um das Trainerduo Rainer Frommknecht und Monika Link gehörten Marco Schäfer, Kai Braun, Jeremy Wuhrer, Thomas Link, Thilo Braun, Jonas Kiermeier sowie Torsten Müller, Andreas Schmidt und Tim Eiermann. Bei der Wahl zum "Faustball-Trainer des Jahres" im Bereich des Badischen Turnerbundes gingen zwei von drei Preisen in den Elsenz-Turngau. "Monika Link vom TV Waibstadt und Karin Ludwig vom TSV Weiler wurden vom Landesfachwart Jürgen Mitschele für ihre erfolgreichen Aktivitäten vor allem im Nachwuchsbereich ausgezeichnet", freute sich der Ehrenvorsitzende des Elsenz-Turngaus, Siegbert Herbster.
Zu den nahezu 100 besonders herausragenden Erfolgen zählten weitere Sportler vom TV Sulzfeld, TV Eppingen, TV Eschelbronn, TSV Weiler, TSV Meckesheim, SV Zuzenhausen, TSV Reichartshausen, TV Bad Rappenau und TV Epfenbach.
Markus Pfründer: Verabschiedung langjähriger Turngau-Mitarbeiter
Jahrelanges Engagement wird belohnt
Sulzfeld. Beim Gauturntag des Elsenz-Turngau standen neben den Sportlerehrungen gleich zwei Ehrungen von ausscheidenden Mitgliedern auf der Tagesordnung. Für jahrelanges ehrenamtliches Engagement wurden die Ehrennadel des Deutschen-Turner-Bundes (DTB) sowie die Jahn-Münze verliehen.
Eveline Jäger trat vor 42 Jahren als Mitglied beim TV Waibstadt ein und war seit 1980 im Turnrat ihres Heimatvereins aktiv. Als Übungsleiterin für weibliches Gerätturnen und dem Mutter-und-Kind-Turnen gab Eveline Jäger ihre Erfahrung im Turnsport weiter. Noch heute steht sie in der Frauenabteilung des TSV Meckesheim als Übungsleiterin zur Verfügung. Seit 25 Jahren begleitete die jung gebliebene Turnerin auch Ämter im Elsenz-Turngau. Jugendfachwartin für Turnerjugend-Gruppenwettstreit sowie Gau-Kinderturnwartin zählten zu ihren Stationen. Bei der Verabschiedung aus dem Elsenz-Turngau konnte Eveline Jäger die Ehrennadel des DTB für langjährige, verdienstvolle Vereins- und Gautätigkeit um das deutsche Turnen in Empfang nehmen.
Aufgrund des Wegzugs in den Pforzheim-Enz-Kreis musste auch Barbara Shaghaghi aus dem Gauturnrat des Elsenz-Turngaus verabschiedet werden. Nach ihrem Eintritt in den TV Bad Rappenau im Jahr 1967 war sie schon ein Jahr später als Übungsleiterin für rhythmische Sportgymnastik aktiv. Dem Elsenz-Turngau stand Barbara Shaghaghi seit 28 Jahren mit Rat und Tat zur Seite. Als Gaufachwartin für Lehrwesen und Ausbildung konnte sie ihr Wissen aus ihrer hauptamtlichen Tätigkeit beim Badischen-Turner-Bund einbringen. "Seit dem Jahr 1993 bin ich beim Turngau Pforzheim Gesundheitssportbeauftragte und habe deswegen schon eine jahrelange Doppelbelastung", begründete Shaghaghi ihre Entscheidung. Der stellvertretende Turngauvorsitzende Hans Dürre würdigte das ehrenamtliche Engagement in den letzten Jahrzehnten mit der Jahn-Münze.
"Die gewissenhafte und fachlich kompetente Unterstützung in den zurückliegenden Jahren von den beiden Gaufachwartinnen war beispielhaft", lobte Hans Dürre.
Markus Pfründer: 22. Prellballturnier des TV Eppingen
Um den Sieg geprellt
Prellball ist beim TV Eppingen Tradition: Beim 22. Prellballturnier des Eppinger Turnvereins gingen insgesamt acht Mannschaften mit jeweils drei bis vier Spielern an den Start. Geschicklichkeit, Kondition und eine schnelle Reaktion waren auch dieses Jahr gefragt, um auf dem Siegertreppchen zu stehen. "Die Resonanz war dieser Jahr besser als im Vorjahr", stellte der Organisator uns stellvertretende Vorsitzende des TV Eppingen Jochen Oppolzer fest. Fünf Herren- und drei Damenmannschaften lieferten sich spannende Ballwechsel. Neben den Abteilungen Männer II und IV und den Frauen III gingen erstmals ein Damenmannschaft der Laufgruppe sowie eine Mannschaft des TSV Güglingen an den Start. Bei den Männern mussten sich die Turner der Männerriege IV 1. Mannschaft mit Jochen Oppolzer, Birgit und Thomas Lang und Stefan Schick den Gästen aus Güglingen knapp geschlagen geben. Die Siegermannschaft vom TSV Güglingen mit Ewald Hutzenlaub, Karl Sommer und Herbert Burk beeindruckte auch im Endspiel durch ihre jahrelange Prellball Erfahrung. Auf dem dritten Platz landeten die Männer IV 3. Mannschaft vor einem gemischten Team aus Güglingen/Männer II sowie den Männer IV 2. Mannschaft.
Bei den Damen konnte die erste Mannschaft der Abteilung Frauen III mit Waltraud Ries, Christa Krüger und Martina Albert den Vorjahreserfolg wiederholen und verwies die zweite Mannschaft der Frauen III und die Laufgruppe auf die weiteren Plätze Bei der Siegerehrung die erst- und zweit platzierten Teams jeweils einen Gutschein. Der jeweilige Gruppenletzte bekam die obligatorische "Rote Laterne" von Jochen Oppolzer überreicht.
Markus Pfründer: Sportabzeichenverleihung in Eppingen
Breitensportolympiade mit Halbmarathon und Skilanglauf

Mit der Verleihung der Urkunden und Abzeichen ging die Sportabzeichensaison 2006 des Eppinger Stützpunktes zu Ende. 104 erfolgreiche Sportabzeichenbewerber aller Alterklassen wurden im Turnerheim des TV Eppingen geehrt.
"Von 118 Bewerbern haben 104 die Prüfungen erfolgreich bestanden", freute sich der Sportabzeichenobmann Heinrich Vogel. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, der vor allem auf die zahlreichen Neuberwerber zurückzuführen ist. "Damit zählt die Fachwerkstadt Eppingen zu den Sportabzeichenhochburgen im gesamten Umkreis", so Vogel. Im Stützpunkt Eppingen wurden zwischen April und Oktober 35 Abnahmetermine der verschiedenen Disziplinen angeboten. 14 Schüler, 14 Jugendliche und 76 Erwachsene bestanden die Prüfungen erfolgreich. Die fünf erforderlichen Leistungsgruppen werden in Schwimmen, Sprung, Lauf, Stoß oder Wurf sowie Ausdauer untergliedert. Zu den jüngsten Bewerbern zählten im Jahr 2006 mit jeweils acht und neun Jahren Nicola Müßig, Magdalena Polster, Isabel Schulze und Ina Lang. Mit 80 Jahren ist Robert Gruber aus Grombach der älteste Teilnehmer der "Breitensportolympiade" und schaffte Gold mit der zwölften Wiederholung. Nicht alltägliche Disziplinen wurden auch dieses Jahr wieder als Alternative zu den herkömmlichen Möglichkeiten in Anspruch genommen. So erfüllten Ursula Bregler in der Gruppe Lauf mit einem 300 Meter Fahrradsprint mit fliegendem Start oder Karl-Martin Vielhauer mit einem Halbmarathon ihre Bedingungen. Für den Skilanglauf mit 25 Kilometern entschied sich als einziger der 76-jährige Peter Bröcher. Die Auszeichnung Gold "20" wurde an Georg Deusch, Werner Reimold, Christine Schulze-Poppe und Rainer Vorberger vergeben. Karl Tagscherer konnte bereits für 25 Wiederholungen und Heidi Michael für 35 Wiederholungen ausgezeichnet werden.
Die meisten Wiederholungen haben Helmut Wieser mit 39, gefolgt von Helga Barth mit 38 und dem TV-Vorsitzenden Hartmut Stunz mit 37. Doch an der alleinigen Spitze beim Eppinger Stützpunkt liegt mit weitem Abstand Karl Hecker, der letztes Jahr bereits zum 49. Mal die Kriterien des Deutschen Sportabzeichens geschafft hatte. "Im Jahr 2007 ist die 50. Wiederholung des Sportabzeichens mein Ziel", so Karl Hecker.

Ein besonderes Novum in Eppingen sind die Familiensportabzeichen. Hier galt es, mindestens drei Familienmitglieder zu mobilisieren. Insgesamt nahmen elf Familien an dem Wettbewerb des Badischen Sportbundes teil. So war die Familie Wirth/Erhardt bestehend aus drei Generation und sechs Familienmitgliedern in diesem Jahr die größte Familie. Zur Familie gehören Peter und Ingrid Erhardt sowie Jürgen, Anke, Sven und Sabrina Wirth.
"Der Weg zum Erwerb des Sportabzeichens ist ein gesunder Weg", motivierte Heinrich Vogel die Anwesenden auch in diesem Jahr teilzunehmen.

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