Herausragende Personen verdienen besondere Ehrungen.
Erstmalig präsentierten der Elsenz-Turngau und der TV Epfenbach eine
hochkarätige Turngala vor ausverkaufter Halle in Epfenbach. 450 Gäste
und Turner sagten auf diese Weise dem ausgeschiedenen Vorsitzenden des
Elsenz-Turngaus, Siegbert Herbster, Danke.
"Kein anderer hat den Elsenz-Turngau eine so lange Zeit erfolgreich
geführt und mit seinem Engagement geprägt", begrüßte der neue ETG-Vorsitzende
Markus Pfründer das Publikum. 23 Jahre setzte sich Herbster an vorderster
Stelle für das Turnen ein. Wichtige Marksteine wurden in dieser Zeit
gesetzt. Die Zahl der Mitgliedsvereine im ETG stieg von 36 auf jetzt
48. An der Mitgliederentwicklung von 9.914 im Jahre 1984 auf 17.573
im Jahr 2007 wird der Anstieg noch deutlicher. Neben dem Breiten- und
Leistungssport erlangte der Freizeit- sowie Gesundheitssport einen besonderen
Stellenwert im Turngau. Auch Strukturen wurden verändert: Der Elsenz-Turngau
Sinsheim wurde in einen eingetragenen Verein umgewandelt. "Die bisher
erfahrenen Ehrungen Siegbert Herbsters bis hin zur Jahn-Plakette des
Deutschen Turner Bundes zeugen von einem unermüdlichem ehrenamtlichen
Einsatz in Verbindung mit höchster sozialer Kompetenz", so Pfründer.
Bei seiner offiziellen Verabschiedung am Gauturntag im Januar in Sulzfeld
wurde Herbster zum Ehrenvorsitzenden des Elsenz-Turngau ernannt. Als
persönliches Geschenk überreichten der Turngauvorsitzende und sein Stellvertreter
Hans Dürre ihm einen Bildband, in dem alle Vereinsfahnen der Mitgliedsvereine
dokumentiert sind.
Für den Ehrenvorsitzenden war jedoch der ganze Abend ein besonderes
Geschenk. Allein die musikalische Umrahmung des Spielmanns- und Fanfarenzug
aus Waibstadt und zugleich Musikzug des Badischen Turnerbundes mit seinen
über 50 Musikern berührte ihn tief. Herbster ist die Kapelle in den
23 Jahren ans Herz gewachsen. Die hochrangigen Musiker spielen auch
auf schwäbischen, deutschen und österreichischen Turnfesten. Bereits
zum zweiten Mal wurden sie in diesem Jahr zur Stoiben-Parade nach New
York eingeladen. Dirigent Markus Irmler lässt den Spielmannszug nicht
nur musizieren, sondern baut immer wieder Zwischenspiele, Sprechgesänge,
Bewegungen oder Tanzausschnitte mit ein.
Im Mittelpunkt der Gala stand das Turnen: ein vierstündiger kurzweiliger
Programmmarathon veranschaulichte die turnerische Vielfalt des Elsenz-Turngaus.
Tanz, Akrobatik, Rhönrad, Breakdance, Steppen, Gymnastik, Barrenturnen,
Hip Hop und ausgefeilte Showeinlagen sowie ideenreiche Überraschungsnummer
der kleinen und großen Mitglieder sorgten für Beifallstürme des Publikums.
Für 20-jährige Vereinsführung wurde der Vorsitzende des TV Epfenbach,
Reinhard Keller, geehrt. Thomas Kaiser und Susanne Hellmann hatten ein
würdevolles und buntes Programm zusammengestellt. Kaiser füllte zusammen
mit Moderatorenkollegin Carmen Schnabel die Umbaupausen.
"Mit 15 Jahren fing bei mir als Schülerturnwart das Ehrenamt", berichtete
Siegbert Herbster. 47 Jahre ehrenamtliche Aktivitäten mit bis zu vier
Ämtern gleichzeitig sind daraus geworden. Für seine sportliche Arbeit
bedankte sich die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sportpolitische
Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Elke Brunnemer mit einem Grußwort.
Auch BTB-Präsident Gerhard Mengesdorf ließ es sich nicht nehmen, der
Turngala beizuwohnen.
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Kirchardt.
Nahezu 200 Kinder und Jugendliche aus acht Vereinen traten zum LBS-Team-Cup
und den Einzelwettkämpfen des Elsenz-Turngaus an. Die Besucher erlebten
an zwei Tagen Gerätturnen in seiner vielfältigsten Weise. "Auch dieses
Jahr ist der weitere Aufwärtstrend der männlichen Jugend zu spüren", stellte
die Gaufachwartin für Gerätturnen Sabine Haider fest. Denn immerhin 67
der 187 Teilnehmer waren männliche Gerätturner. Im Vergleich zu den Vorjahren
werde jetzt das männliche Gerätturnen nicht nur im Verein angeboten, sondern
auch an Wettkämpfen teilgenommen.
Die alljährlich ausgetragenen Mannschafts- und Einzelwettkämpfe werden
in altersspezifischen Gau- und Bezirksklassen ausgetragen. Eine Mannschaft
bestand aus bis zu fünf Turnerinnen oder Turnen. Die drei besten Wertungen
an jedem Gerät ergaben das Mannschaftsergebnis. Zusätzlich erfolgte in
den Altersklassen C und A/B der Gau- und Bezirkslasse eine Einzelwertung
innerhalb der Mannschaftswettkämpfe. Daher konnten auch Einzelteilnehmer
starten, wenn keine komplette Mannschaft gestellt werden konnte. Die Jungen
der Gauklasse turnten einen Vierkampf bestehend aus Barren, Boden, Reck
und Sprung. In der Bezirksklasse kamen noch die Turngeräte Ringe und Seitpferd
hinzu. Die Mädchen absolvierten ebenfalls einen "olympischen" Vierkampf
an Schwebebalken, Stufenbarren, Boden und Sprung.
Die Mannschaften und Einzelturner aus Bad Rappenau, Eppingen, Eschelbronn,
Kirchardt, Michelfeld sowie Neckarbischofsheim, Sulzfeld und Waibstadt
versuchten sich für den Bezirksentscheid zu qualifizieren. Während die
Wettkämpfe in der Gauklasse nicht weiterführten, erreichen die beiden
Erstplatzierten in der Bezirksklasse den Bezirksentscheid am 21. April
in Weinheim. Dort messen sich die Turner des Elsenz-Turngaus mit den Turngauen
aus Heidelberg, Main-Neckar und Mannheim. "Wir haben uns schon für Waibstadt
qualifiziert" freute sich Maren Himmel vom TV Sulzfeld mit ihren Mannschaftskolleginnen
bereits in der Halbzeit des Wettkampfes. Der Grund: Es waren in der Altersklasse
der jungen Sulzfelderinnen lediglich zwei Mannschaften angetreten.
Erstmals wurde der Gauentscheid an zwei Tagen, getrennt in männliche und
weibliche Turner ausgetragen. "Es war organisatorisch in diesem Jahr nicht
an einem Tag machbar", erklärte Wolfgang Wolesak, Schriftwart des Elsenz-Turngau
und Leiter des Wettkampfbüros.
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