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Eppingen. Zur sechsten Auflage des
Ottlienberglaufs des TV Eppingen kamen über 400 Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg
in die Fachwerkstadt. Der Volkslauf ist für seine anspruchsvolle und zugleich
landschaftlich reizvolle Strecke bekannt. In der Fachwerkstadt hat der
Waldlauf Tradition. Bereits im Jahr 1986 fand der erste Vereinscrossslauf
auf Initiative von Karlheinz Mayer statt. "Und nur ein Jahr später gab
es in Eppingen sogar einen Marathonlauf", erinnerte sich der Vater der
Eppinger Laufbewegung Mayer.
"Mit 424 Startern in den vier Disziplinen haben wir in diesem Jahr beim
Ottilienberglauf einen neuen Teilnehmerrekord erreicht", freute sich Klaus
Zürner, Leiter der Laufgruppe und Hauptorganisator. Neben zahlreichen
Läufern aus dem Kraichgau reisten auch Teilnehmer aus Ludwigsburg, Mannheim,
Stuttgart, Karlsruhe und Heilbronn an. Pünktlich um 13.45 Uhr fiel der
Startschuss für die 111 Walker und Läufer des Fünf-Kilometer-Laufs. Bei
den Läufern sicherte sich Nico Friederich, der für die Basketballabteilung
des TV Eppingen an den Start ging, mit einer Zeit von 0:20,23 h den obersten
Platz auf dem Podest. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Joachim Bentz
(0:20,31) vom TV Kirchardt und der Eppinger Frederik Nagel (0:20,48).
Bei den Frauen belegten Mareike Fiebig (0:22,30), Iris Hettinger (0:23,41)
und Andrea Hoffmann (0:24,50) die ersten drei Plätze.
Weitaus größer war das Startfeld beim 10- und 20-Kilometer-Lauf. Viele
kommen jedes Jahr nach Eppingen. Zu den Routiniers auf der zehn Kilometer
langen Strecke zählt Werner Broß aus Gemmingen. Mit seinen 68 Jahren sicherte
sich Broß (0:48,06) auch in diesem Jahr den ersten Platz in seiner Alterklasse
bei einer Gesamtplatzierung auf Rang 43 von 184 Läufern. Zum ersten Mal
überhaupt bei einem Volkslauf dabei ist der Eppinger Volker Kitschun:
"Mein Nachbar hat mich zum mitmachen motiviert." Auf die Läufer wartete
eine anspruchsvolle und bergige Strecke mit einigen kräftezehrenden Anstiegen.
Nach einer Runde im Kraichgaustadtion, angefeuert vom Stadionsprecher
Gunter Schwarz, ging es hinein in den Eppinger Hard-Wald. Die Rundstrecke
verlief auf mit Splitt befestigten Fahrwegen entlang dem Hornbuckelweg
über den Philosophenweg Richtung Stebbacher Steinbruch. Nach der "Mayer-Schleife"
erfolgte ein Anstieg hoch zum Ottilienberg mit anschließendem Gefälle
von bis zu 15 Prozent wieder zurück ins Kraichgaustadion. Hier wurden
die Läufer von einer stimmungsvollen Zuschauerkulisse empfangen.
Holger Freudenberger von der TSG Heilbronn erreichte beim 10-Kilometer-Lauf
mit einer Zeit von 0:35,21 und über einer Minute Vorsprung als erster
das Ziel. Stefan Koch (0:36,37) aus Daxlanden und Stefan Eich (0:38,41)
vom SC Neuburgweier wurden auf die folgenden Plätze verwiesen. Falk Uhlig
(0:39,25) erreichte als bester Läufer des TV Eppingen Rang vier.
Den 82 Teilnehmern des 20-Kilometer-Laufs wurde auf der Strecke einiges
abverlangt. Die Läufer mussten die Rundstrecke gleich zweimal umrunden.
Rolf Lautenbacher vom Sportteam Bruchsal/Heilbronn stellte mit einer Stunde,
14 Minuten und 20 Sekunden einen neuen Stadionrekord auf. Beste Frau dieser
Distanz war Kathrin Willmek (1:37,05).
Zu den Baden-Württembergischen Heimattagen in der Fachwerkstadt gab es
beim Ottilienberglauf ein Novum: Der beste Läufer eines jeden Laufs mit
Wohnsitz in Eppingen wurde in Eppinger Speisekartoffeln aufgewogen und
bekam diese mit nach Hause. "Der Umtausch in Pommes Frites ist jedoch
ausgeschlossen", zwinkerte der TV-Vorstand Hartmut Stunz.
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