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Eppingen. "Im Jahr der Heimattage hat sich unser Turnverein
gerne bereiterklärt das Gau-Kinderturnfest auszutragen", begrüßte der
Vorsitzende Hartmut Stunz die Besucher im Kraichgaustadion. Nach 2005
fand die größte Kinderveranstaltung des Elsenz-Turngaus daher erneut
in der Fachwerkstadt statt. Über 750 Kinder aus 20 Vereinen erlebten
ein vielseitiges und auf individuelle Leistungsstufen ausgerichtetes
Sportevent.
Schon am frühen Vormittag begannen die Wettkämpfe in insgesamt vier
Sportstätten. Geräte-4-Kampf, Wahlwettkampf oder leichtathletischer
Dreikampf standen zur Auswahl. Im Kraichgaustadion, in der Schmidgrundhalle,
der Hellberghalle und im Hallenbad herrschte buntes Treiben. "Rund 100
Kampfrichter und Helfer sind den ganzen Tag über im Einsatz", wusste
die Fachwartin für Kinderturnen Carmen Filsinger, die für die Gesamtorganisation
verantwortlich zeichnete. Bereits zum zweiten Mal wurde auch ein Mini-Turn-Wettbewerb
ausgetragen. Der "Bärchen-Cup" soll für die kleinsten Turner ein Einstieg
in den klassischen Geräte-Wettkampf sein. Es wurden Turnelemente und
Grundfertigkeiten aus dem Gerätturnen gefordert. Auch der Orientierungslauf
findet bei den Nachwuchssportlern immer größeren Gefallen. Allein in
diesem Wettbewerb beteiligten sich über 60 Kinder.
Zur Mittagszeit war Entspannung und Kraft-Auftanken für die noch ausstehenden
Wettkämpfe am Nachmittag angesagt. Die Kinder konnten sich bei idealen
Rahmenbedingungen im Rund des Kraichgaustadion ausruhen und sich mit
ihren Betreuern auf die Wettkämpfe des zweiten Programmteils vorbereiten.
Anschließend hieß es dann: Aufstellung zum Einmarsch ins Stadion. Mit
Fahnen, Wimpeln und Maskottchen ausgestattet zogen die Kinder mit ihren
Betreuern und Trainern unter großem Beifall ins Stadion ein. "Das Gau-Kinderturnfest
ist einer der Höhepunkte im Sportjahr unseres Turngaus und ein wichtiger
Beitrag für den Breitensport in den Vereinen", begrüßte der Vorsitzende
des Elsenz-Turngaus, Markus Pfründer, nach dem Einmarsch die Kinder
und Besucher. Der Eppinger Oberbürgermeister Klaus Holaschke lobte das
große Engagement des TV Eppingen, welches den Verein zu einem Aushängeschild
der Stadt macht.
Pfarrer Armin Graf leitete seine ökumenische Andacht mit einer "neuen
sportlichen Disziplin, dem Tausendfüßlerlauf", ein. Statt Brot und Wein
gab es von der Kirchengemeinde als Belohnung für die schnellste Tausendfüßlermannschaft
eine Packung Hanuta. Auch in der Predigt zog Graf den sportlichen Vergleich.
Er erinnerte an die Mannschaftsbildung im Sport. "Oft bleiben die etwas
Pummeligen übrig, denn wir wählen nach dem, wie gut der andere ist",
erklärte der Eppinger Pfarrer. Weniger Leistungsstarke haben das Nachsehen.
Beim Tausendfüßler hingegen komme es darauf an, gemeinsam ein Ergebnis
zu bringen. Um zusammen ans Ziel zu kommen, müsse "einer des anderen
Last tragen". Beim abschließenden Gebet sprachen 700 Teilnehmer gemeinsam
das Vaterunser.
Um Urkunden und Medaillen ging es beim Gruppen- und Wimpelwettstreit
sowie beim Turnier "Ball über die Schnur". Die Kinder bewiesen Schnelligkeit
bei der Pendelstaffel und Stärke beim Medizinball-Weitwurf. "Mit über
900 Meldungen von 750 Kindern ist es eine logistische Herausforderung,
die von den zahlreichen Helfern hervorragend gemeistert wurde", bilanzierte
Pfründer.
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