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Markus Pfründer:
Familienabend des TV Eppingen mit modernem Ablauf

Eppingen. Die Neukonzeption tat gut: Nach rückläufigen Besucherzahlen in den vergangenen Jahren wagte der TV Eppingen eine komplette Neugestaltung des traditionellen Familienabends. Jugendlicher, moderner und vielseitiger sollte das Programm werden. Dass dies möglich ist, dafür war die gut besuchte Veranstaltung in der Eppinger Stadthalle ein Beweis. Positive Kritik gab es von jungen wie älteren Besuchern, zufriedene Gesichter bei den Organisatoren.
Die Neukonzeption fing schon an der Kasse an. Kinder, Schüler, Jugendliche und junge Menschen bis 25 Jahre zahlten erstmals keinen Eintritt. Damit sollten insbesondere die zahlreichen Jugendabteilungen des Turnvereins angesprochen werden. Sie hatten sich in den letzten Jahren immer mehr zurückgezogen. Die zweite Überraschung folgte beim Blick in den Saal. Statt langer Tischreihen gab es kürzere Tischgruppen, die in der Mitte eine große freie Fläche als Bühne ließen. Wer in den letzten Jahren gewohnt war, problemlos einen Platz zu finden, musste in diesem Jahr länger suchen. Denn alle 300 Stühle waren voll besetzt. "Zum Schluss mussten wir sogar noch Tische hinzustellen", berichtete Jochen Oppholzer, der den Abend maßgeblich gestaltete und für frischen Wind sorgte. Auch das Programm brachte einige Neuerungen. Noch nie beteiligten sich so viele TV-Abteilungen mit Vorführungen am Familienabend.
Den kurzweiligen Abend eröffnete TV-Vorsitzender Hartmut Stunz. "Die große Teilnahme in diesem Jahr ist ein Zeichen pro TV Eppingen." Mit der neuen Tischaufstellung wurden die Akteure in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt. Für den Turnverein war 2007 ein ereignisreiches Jahr. Stunz: "Den dicken Veranstaltungskalender der Heimattage konnte der TV durch einige hochkarätige Veranstaltungen bereichern."
Das folgende Programm wurde ausschließlich durch Auftritte der eigenen Abteilungen gestaltet. Gerätturnen, Tanz, Akrobatik und Unterhaltung konnte die Turnerfamilie und ihre Gäste in zwei Stunden erleben. Mit Turnübungen auf dem Boden begeisterten die kleinen Gerätturnerinnen. Ob Rad, Handstandüberschlag, Flick-Flack oder Spagat, die jungen Turnerinnen hatten alles im Programm. Viel Tempo und Schwung brachten auch die männlichen Nachwuchsturner auf die Bühne. Mit einer Trampolinnummer und zahlreichen waghalsigen Sprüngen erturnten sie sich den Applaus des Publikums. Als Cowboys traten die Turner-Teenies mit einer Tanzshow auf. Einblicke in den Trainingsalltag gab die Tischtennis-Abteilung. Welche Vielzahl an Sparten der größte Eppinger Verein zu bieten hat wurde bei den nächsten Programmpunkten deutlich: Der Ittlinger Vanesco Böhm zeigte mit seinen Break-Dancern eine bühnenreife Choreographie. Viel Ausdauer, große Beweglichkeit und kunstturnerische Erfahrung benötigten die fünf Jungen. Die Lacher hatten die Frauen-Abteilung III und die Walking-Gruppe auf ihrer Seite. Beate Brunner und Hildegard Zorn spielten ein lustiges Ehepaar beim Frühstück. Eine Piratenschlacht lieferten sich die mittleren Gerätturnerinnen zur Musik von "Fluch der Karibik". Es folgten die Turnübungen der großen Gerätturnerinnen am Boden. Für Erheiterung sorgte der winterliche Korbwurf der Basketballer, für den gar eine Doping-Kontrolle notwendig war. Höhepunkt und gelungener Abschluss war der Auftritt der Frauen-Abteilung V und der Volleyballer. Der Saal wurde verdunkelt und die Kerzen auf den Tischen versetzten die Stadthalle in weihnachtliche Stimmung. Nikoläuse und Engel tanzten zusammen zu "Rock around the christmas tree" und verteilten Weihnachtsgeschenke ans Publikum.

 
 
 
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Sarina Pfründer:
Beim Familienabend des TV wurden erfolgreiche und langjährige Mitglieder geehrt
Dank für Leistung und Engagement
Eppingen. Der größte Verein der Fachwerkstadt hatte zu seiner Weihnachtsfeier geladen. Für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit um den deutschen Turnsport wurden drei Mitglieder des Eppinger Turnvereins vom Elsenz-Turngau ausgezeichnet: Der neue Vorsitzende des Dachverbands Markus Pfründer freute sich, die Ehrungen in seiner Heimatstadt überreichen zu können. Ehrenamtliches Engagement heiße, sich in die Pflicht nehmen zu lassen. "Immerhin sind in Baden-Württemberg 42 Prozent der Bevölkerung für den Nächsten im Einsatz", erklärte der Elsenz-Turngau-Vorsitzende. Gleich dreimal konnte er die goldene Gau-Ehrennadel verleihen. Lebensalter, langjährige Mitgliedschaft oder turnerische Wettkampferfolge allein gelten nicht als verdienstvolle Tätigkeit im Sinne der Ehrenordnung. Vielmehr ist für die Gau-Ehrennadel in Gold eine mindestens zwei Jahrzehnte lange, verdienstvolle Tätigkeit Voraussetzung für die hohe Auszeichnung. Ausgezeichnet wurden Karl-Peter Ehehalt, Erich Schleusener und Rainer Vorberger. Karl-Peter Ehehalt hat sich als "Mister Volleyball" einen Namen gemacht. Nach drei Jahren als Helfer in der Kinderturnabteilung von 1985 bis 1987 gehört er seit 1987 beim Turnverein zu den tragenden Säulen der Volleyball-Abteilung. Ihm sind zahlreiche Erfolge als aktiver Spieler und als Volleyballwart zuzuschreiben. Heute zählt diese Abteilung zu den stärksten Abteilungen im Verein. Erich Schleusener ist das Pendant in der Skiabteilung. Bereits seit dem Jahr 1982 ist er als Skiwart und Abteilungsleiter für den Verein ehrenamtlich tätig. Er schafft es wie kein anderer, die Freunde des "weisen Sports" in seinen Bann zu ziehen und mit der wöchentlichen Skigymnastik für die notwendige Fitness vor dem Vergnügen im Schnee zu sorgen. Seit dem Jahr 2000 setzt er sich über die Abteilung hinaus in der Vorstandschaft des Eppinger Großvereins als Schriftwart ein. Reiner Vorberger leitet seit 1985 das allgemeine Kinderturnen für Jungen im Verein. Sein großes Wissen in diesem Bereich kommt dem Turnverein zugute. Reiner Vorberger ist nämlich als Sportlehrer an der Grundschule tätig. Ob beim Kinderfasching oder beim Gau-Kinderturnfest - Vorberger steht dem Verein schon jahrelang als ehrenamtlicher Helfer zur Seite.

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