|
Unter dem Motto "Wandern
und Wein" trafen sich über 120 Wanderfreunde des Elsenz-Turngau in Sulzfeld.
Bereits zum siebten Mal lud der TV Sulzfeld zu der beliebten Gauwanderung
durch die herbstlichen Weinberge ein. "Wandern, Wein, musizieren und Gesang
gehören zum vielseitigen Turnen", begrüßte der Vorsitzende des Elsenz-Turngaus
Siegbert Herbster die Gäste. Auch der Vorstand des TV Sulzfeld Jürgen
Widmann zeigte sich stolz über die gute Entwicklung der gesellschaftlichen
Veranstaltung: "Die Teilnehmerzahl hat sich in den letzten Jahren von
60 auf über 120 verdoppelt". Damit gehöre sie zu den gesellschaftlichen
Höhepunkten im Turngau. "Zum ersten Mal werden in diesem Jahr zwei Strecken
angeboten", erzählte Anke Kraus vom TV Sulzfeld, die selbst die zehn Kilometer
lange Strecke plante und auch begleitete. Vom Weingut Pfefferle ging es
Richtung Eppinger Weg über das Tunnel an der Ravensburg vorbei und durch
den Effelderich Wald.
Die kürzere Route über fünf Kilometer wurde vom Ehrenvorsitzenden des
TV Sulzfeld Emil Lüdecke geführt. Entlang des Kohlbachtales ging es nach
einem leichten Anstieg kurz vor Mühlbach an der Koser-Hütte vorbei zur
Effelderich-Hütte. Hier trafen beiden Gruppen zusammen und legten eine
gern genommene Rast ein bevor es durch die Weinberge im Förrenberg wieder
zurück zum Ausgangspunkt ging. Bei Brezeln und neuem Wein, gestiftet von
dem ehemaligen Sulzfelder Turner Alfred Guggolz, kam schnell gute Stimmung
auf und die letzten Kilometer wurden leicht zurückgelegt. Unterwegs wurde
den Wanderern viel Wissenswertes rund um Sulzfeld mitgeteilt. Der Heimatfreund
Emil Lüdecke erzählte von den Eppinger Linien, Steinbrüchen, der Ravensburg
und natürlich zahlreiche Geschichten rund um den Wein und die verschiedenen
Rebsorten. Nach drei Stunden kehrten alle im Weingut Pfefferle ein und
liesen den Abend mit viel Gesang und gelungenen Einzelvorträgen von Rentate
Kundt aus Eppingen ausklingen. Alle waren sich einig: Im nächsten Jahr
geht es wieder nach Sulzfeld.
|
|
:Fortbildung ist auch im
Sport wichtig: Auf gute Resonanz stieß daher der Kinderturn-Lehrgang des
Elsenz-Turngaus in Neckarbischofsheim.
Rund 80 Teilnehmer informierten sich bei den Halbtagesseminaren über die
neusten Trends und Entwicklungen. Gaukinderturnwartin Eveline Jäger war
mit der Zahl der Anmeldungen zufrieden. Zwei Fortbildungslehrgänge pro
Jahr schreibt sie aus, die in unterschiedlichen Orten angeboten werden.
In Neckarbischofsheim standen vier Kurse zur Auswahl. Die Teilnehmer waren
überwiegend Übungs- und Gruppenleiter des Elsenz-Turngaus, aber auch einige
Erzieherinnen nehmen zwischenzeitlich das Angebot wahr. Ein besonderes
Highlight war der Arbeitskreis "Rhythmik und Kindertänze" von Susanne
Willing-Zunker. Die Gymnastiklehrerin und Tanzpädagogin ist bekannt als
Ideengeberin und einfühlsame Referentin mit praktischen Tipps. Mit 28
Teilnehmern war der Kurs komplett ausgebucht. Vogelmama, Schwimmen, Ente
im Watschelschuh oder Polka hießen die kindgerechten Programmpunkte, die
Willing-Zunker mit den Übungsleiterinnen gleich selbst ausprobierte. Heike
Reinmuth hat den Kurs schon öfters besucht: "Man lernt immer wieder etwas
neues hinzu", war die Erzieherin aus Waibstadt begeistert. Spiele und
Tipps kann sie bei ihrer Kindergartenarbeit gebrauchen. Ursula Maßholder
ist seit 15 Jahren Übungsleiterin vom Eltern-Kind-Turnen. "Susanne Willing-Zunker
vermittelt Theorie und Praxis, so dass man es im wöchentlichen Training
wirklich gut umsetzen kann", sagte die Teilnehmerin aus Eschelbronn.
Vom Tanzstil zur Sportart - Hip Hop ist bei jungen Menschen angesagt.
Viele Turn- und Sportvereine wollen den Trend nicht verschlafen und daher
erstmals Hip Hop Kurse anbieten. Rafael Sobotta bot jetzt einen Einsteiger-Lehrgang
an. Sobotta, der selbst noch zur Schule geht, übt bis zu vier Stunden
täglich. Entsprechend anspruchsvoll war sein Kurs und hoch das Tempo.
"Hip Hop ist die Musik, die vor allem auch junge Männer anspricht", erläuterte
Eveline Jäger. Dies sei eine Chance, Männer wieder in die Arbeit der Sportvereine
einzubinden. Jugendlichen gefällt Hip Hop, da sie die Bewegungen aus dem
Fernsehen kennen. Tatjana Haißer-Kammauf aus Eschelbronn übt daheim öfters
Hip Hop Bewegungen. Dem Kurs von Rafael Sobotta konnte sie daher gut folgen.
Sandra Teichmann, Übungsleiterin einer Kinderturngruppe, hatte den Kurs
für sich selbst belegt, da ihr das Tanzen einfach Spaß macht. "Für die
Kinder in unserer Gruppe sind die Bewegungen viel zu schwierig."
Zur Mittagszeit versorgte der TV Neckarbischofsheim die Sportler mit einem
kleinen Snack. Mit Hip Hop ging es auch nach der Pause weiter. Trainer
Sobotta schulte nun die Fortgeschrittenen. Im vierten Arbeitskreis boten
Thomas Kaiser und Martin Zaiss unter dem Motto "Kunstturnen leicht gemacht"
Gerätturnen für Jungen an.
|