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1. Bewegung, Spiel und Spaß: Beim
ersten Jugend-Sport-Event des Turnvereins Eppingen hatten die Kinder und
Jugendliche aus Eppingen und Umgebung die Möglichkeit, zahlreiche Sportarten
auszuprobieren. Rund 120 Nachwuchssportler nutzten das Angebot in sämtlichen
Sporthallen und Außenanlagen.
"Die Stadt Eppingen kann nur die Rahmenbedingungen für Jugendliche schaffen
um sich sportlich zu betätigen", so der Oberbürgermeister Klaus Holaschke
bei der Begrüßung in der Großsporthalle. Den Inhalt können nur die Vereine
gestalten und dabei sei das Ehrenamt sehr wichtig. "Besonders freue ich
mich über diese erstmalige Veranstaltung, weil in diesem Jahr der Turnverein
Eppingen 140 Jahre alt wird", sprach Hartmut Stunz, Vorsitzender des Turnvereins
und wünschte viel Freude bei der sportlichen Betätigung.
Danach teilten sich die Jugendlichen in zehn verschiedene Workshops auf.
Drei Sporthallen, der Skaterplatz an der Waldstraße sowie ein provisorisches
Beach-Volleyballfeld standen einen Tag lang für sportliche Aktivitäten
zur Verfügung. In der neuen Turnhalle stand Klettern, Tischtennis und
Badminton auf dem Programm. Die beiden 15-jährigen Volleyballerinnen Julia
Decker und Carolin Alter versuchten sich an der Kletterwand. "Ich war
schon drei mal oben", erzählte Julia Decker. "Es macht sehr viel Spaß,
kostet aber auch Mut und Kraft", fügte Carolin Alter hinzu. Sascha Gross
aus Ittlingen hatte am Morgen zuerst mit dem Badminton-Workshop begonnen.
Zusammen mit seinem Freund Fabian Federmann hat er in der Realschule von
dieser Aktion gehört. "Ich spiele auch in der Freizeit sehr gerne Badminton
und trete vielleicht in die neu gegründete Abteilung des TV Eppingen ein",
meinte Sascha Gross.
Breakdance und Akrobatik/Turnen konnte in der Südstadtturnhalle versucht
werden. Auf einer 15-Meter langen Trampling-Bahn wurden Räder und Flick-Flacks
unter der Anleitung der Trainer Thomas Lang, Heinz Heinle und Martin Zaiss
geschlagen. Die beiden Nachwuchsgerätturner Thomas Mairhofer und Heiko
Stoiber nutzten die Gelegenheit für ein "freies Training". "Heute kann
ich machen was ich will, das könnte es ruhig öfter geben", ist Thomas
Mairhofer begeistert. Weniger Betrieb herrschte beim Breakdance: "Viele
haben nur zugesehen, getraut mitzumachen haben sich die wenigsten", fällt
das nüchterne Fazit von dem Leiter des Workshops Vanesco Böhm aus Ittlingen
aus. Er selbst trainiert oft fünfmal die Woche in Sinsheim. Volleyball,
Hip-Hop und Basketball konnten in der Großsporthalle getestet werden.
Beim Skaterplatz gaben sich meist erfahrene Skater, Inliner und BMX-Fahrer
ein Stell-dich-ein. Mit gewagten Sprüngen zeigten die Jugendlichen ihr
Können. Philip Hielbig aus Eppingen-Rohrbach erfuhr durch seinen Freund
Jonas Müller vom TV Eppingen von der Veranstaltung. "Ich dachte es kommen
mehr, aber die sind wohl lieber vor dem Computer und wollen nichts mit
Sport zu tun haben", sagte Philip Hielbig, einer der zehn Teilnehmer auf
dem Skaterplatz. Beim Beach-Volleball konnte erst am Nachmittag gespielt
werden, da am Vormittag der Sand noch zu feucht und kalt war. Ein Workshop
musste auch gestrichen werden: "Das Inliner-Angebot fand mangels Nachfrage
nicht statt", erzählte Edith Kobold, stellvertretende Vorsitzende des
TV Eppingen.
Am Nachmittag startete das Kombi-Turnier mit Volley- und Basketball. Insgesamt
traten 16 Mannschaften gegeneinander an.
Trotz eines enormen Aufwandes und einer langen Vorbereitung der Hauptorganisatoren
Edith Kobold und Karin Ehehalt hat sich gezeigt wie schwierig es ist,
Jugendliche für einen solchen sportlichen Tag zu mobilisieren und zu motivieren.
"Für das erste Mal bin ich mit dem Ergebnis zufrieden", so Kobold.
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Markus Pfründer: Neue Wege
beim TV Eppingen: Erstmals veranstalteten Jugendliche des Vereins im Rahmen
eines Projektes eine Hip-Hop-Party in der Stadthalle. Die 400 Besucher sahen
eine perfekt inszenierte Breakdance-Show umrahmt von Licht- und Akustikeffekten.
Was wollen Jugendliche? Diese Frage stellten die Initiatoren Edith Kobold
und Karin Ehehalt vom TV Eppingen im Rahmen eines bisher einmaligen Projektes
den Jugendlichen des größten Eppinger Vereins. Nach einer fast einjährigen
Planungs- und Organisationsphase, in der der Turnernachwuchs maßgeblich
eingebunden wurde, war es dann soweit: Nach einem Jugend-Sport-Tag folgte
am Abend eine Hip-Hop-Party mit Breakdance-Battle. "Das ist eine Art Wettbewerb,
bei dem immer verschiedene Breakdancer gegeneinander antreten", erläuterte
der junge Gerätturner Valesco Böhm vom TV Eppingen. Durch seine Kontakte
kamen insgesamt elf Gruppen mit Breakdancer aus Sinsheim, Bad Schönborn,
Frankfurt über Stuttgart bis Backnang. Valesco Böhm trainiert selbst bis
zu fünf Mal die Woche in Sinsheim. "So etwas hat Eppingen noch nicht gesehen",
war sich Jonny Mayer, der zum Fan-Club der Frankfurter gehörte, sicher.
In der Tat: Handstände, Saltis aus dem Stand und zahlreiche Drehungen um
die eigene Achse gehörten zum Standort in dieser Kategorie. Eine Jury loste
zuvor die jeweiligen Paarungen aus und entschied dann welche der Mannschaften
in die nächste Runde kam.
Die Halle bebte und immer wieder heizte DJ MOERockz aus Heidelberg dem Publikum
kräftig ein und regte zum Anfeuern an. Zwischen dem Wettbewerb wurden Pausen
eingelegt, die zahlreiche Besucher nutzten um selbst ihr Können zu zeigen
oder sich einfach nur an der Bar eine Abkühlung zu verschaffen. Nach knapp
vier Stunden standen die Sieger aus Bad Schönborn fest und wurden mit einem
Geldpreis belohnt.
Die Veranstaltung hat gezeigt, dass Jugendliche bereit sind Aufgaben zu
übernehmen, um ihre selbst gesteckten Ziele zu erreichen.Ob die Veranstaltung
im nächsten Jahr erneut durchgeführt wird ist noch nicht sicher. Vielleicht
lassen sich ja die Jugendlichen etwas Neues einfallen. |